Tach auch,

immer und immer wieder kommt es vor, dass ARGE-Mitarbeiter ihre “Kunden” überrumpeln und sie vor lauter Unwissenheit so ziemlich alles mit sich machen lassen. Das geht so nicht, denn voraussetzen muss wirklich jeder, dass ARGEn und JobCenter eher Feind als Freund sind und in aller erster Linie ihre Sparquoten erfüllen sehen wollen.

Das es dabei um völlig menschliche Belange in erster Linie geht, bleibt dabei meist völlig außen vor! So wurde heute ein Fall bekannt, in dem sich jemand zu einem Termin bei der zuständigen ARGE locken ließ. Unter dem Vorwand, dieser jemand müsste zum Nachweis des Bestehens, bzw. Fortbestehens der Bedürftigkeit zum Termin kommen, sollte da schon jeden aufhorchen lassen.

Es handelt mal wieder hier um eine Wohngemeinschaft. Vor über einem Jahr sind Männlein und Weiblein zusammengezogen, wobei Männlein eben seine Finanzen gegenüber Weiblein nicht offenlegen will, was im Falle einer arbeitslosen Lebensabschnittsgefährtin wohl auch verständlich ist. Ergo ist eben auch keine Verantwortungs- und Einstehgemeinschaft nach § 7 Abs. 3a SGB_II nach Hartz IV vorhanden, wenn sich ein Partner nicht bereit erklärt, den andere finanziell zu unterstützen! Im Leistungsbezug ist das Weiblein nicht ganz ein Jahr.

Beim Termin der ARGE traf die “Kundin” gleich auf zwei ARGE-Mitarbeiter. Beim Termin verabredete man sich, gleich im Anschluß an den termin eine Wohnungsbegehung durchzuführen. Die arbeitende Hälfte der WG war natürlich nicht in der Wohnung und so konnten die zwei ARGE-Mitarbeiter lediglich feststellen, dass alles in der Wohnung der überrumpelten Alg II-Bezieherin nach einem Zusammenleben, denn einer Wohngemeinschaft aussieht! Da konnte das Weiblein noch sehr beteuern, wie schwer es sei, die Sachen auseinander zu halten und dass das Männlein sie ja nicht finanziell unterstützt. Schriftlich gab es bis zu, jetzigen Zeitpunkt wohl noch nichts.

Rums, nun steigt Panik in der Überrumpelten hoch und sie wendet sich viel zu spät an ein Hartz IV-Forum, um sich dort die Kastanien aus dem Feuer holen zu lassen!

Leute, Leute, so geht es natürlich nicht! Erst so schlau sein wollen, ohne sich zu informieren eine Wohnungsbegehung zuzulassen, und dann lauthals nach Hilfe rufen! Und schließlich ist man schon fast ein Jahr im Leistungsbezug, da sollte man doch wissen woher der Wind weht! Keine Frage, es hat nicht jeder ALG II-Bezieher Zugang zum Internet, trotzdem gibt es mittlerweile reichlich andere Möglickeiten, sich zu informieren und schließlich dürfte den Arbeitslosen doch auch nach über 5 Jahren Hartz IV das Vorgehen der ARGEn und JobCenter, sowie deren rechtsverdreherische Art bekannt sein.

Häufig trifft solche Vorgehensweise junge Leute und da eben häufig jene, die meinen, sich nichts mehr sagen lassen zu müssen! Leute, Leute, die Sachbearbeiter in ARGEn und JobCentern sind zwar nicht gut geschult, aber eines haben sie drauf, ihre “Kunden” zu überrumpeln. Und der Freund und Helfer sind eben auch nicht!

Ein guter Rat: nehmt euch diese “Goldenen Regeln” vor einem ARGE-Besuch zu Herzen, verinnerlicht sie!

Schönen Tach noch…

2 Kommentare zu “Leute, Leute – die ARGEn sind nicht Freund und Helfer”

  1. JJam 15.07.2012 um 23:23

    Jobcenter Mitarbeiter sind doch auch nur Menschen. Ihr Arbeitgeber hat ihnen als Funktionshäftlingen die Möglichkeit geboten die menschenunwürdigen Sparmaßnahmen einzuhalten, oder einen anderen Job zu suchen, da viele aber nicht ausreichend qualifiziert sind, folgen Sie Blind (typisch Deutsch) in altbesinnter Nazimanier und Verlustängsten den skurrilen Anweisungen. Wer schön Brav seine Vorgaben erreicht bekommt auch einen extra Bonus!
    Aber zum Glück haben wir ja einen Verfassungsschutz, der die Verfassung vor dem Volke schuetzt!

    Diese Vorgehensweise kennen wir aus der Deutschen Geschichte, als die Euthanasie wohlwollend diverse Menschen von ihrem lebensunwertem Leben befreit hatte. Das war nicht effizient genug, dann kamen die Ghettos und folglich die Arbeitslager. Heute braucht man keine Zäune mehr, denn es gibt Hartz4 und die EU-Diktatur, die europaweit für gleichermaßen beschissene Lebensgrundlagen sorgt. Die krimminellen (An)Führer loben sich selbst wie toll alles läuft und das Volk schaut benebelt TV und freut sich mit seinem Smartphone über ggf. niedrige Zinsen… Der Niedriglohnsektor blüht und bald können wir so günstige Sklavenarbeitsproduktionen nach China exportieren, sofern China nicht vorher die Meisten Rohstoffe aufgekauft hat…

  2. Michael Richteram 07.08.2013 um 15:30

    Jeder ALG II Empfänger der eine zu große Wohnung „besitzt“ muss umziehen. Neue Ghettos oder besser, 1-Euro-Job-Arbeitslager entstehen bzw. sind doch überall. Dank unserer Medien ist der Begriff Hartz IV zum Schimpfwort mutiert. Denn, im sogenannten Hartz IV-TV (RTL-Pro7 Mittagsprogramm) versteckt sich allzu oft die Aussage „geht arbeiten ihr Schmarotzer, dann geht es Euch auch besser“. War die Agenda 2010 nur der Auftakt zu den „Nürnberger Armutsgesetzen“? Seitens staatlicher Behörden „Jobcenter“, hinsichtlich der unmenschlichen Behandlung, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren. Die sogenannte Volkspartei SPD sieht aber keinen Handlungsbedarf. Zumindest ist im neuen Wahlprogramm nichts zuerkennen. Warum auch? War sie es doch, diese rot grüne Regierung, die maßgeblich diese sozialen Missstände beschlossen haben. Und eine CDU? Sie predigen uns Wasser und saufen Wein, frei nach dem Motto „Von den Armen werden wir`s nehmen und es dann den Reichen geben“. Ist das Demokratie? Wir regen uns über die Türkei auf, wie dort mit Demonstranten verfahren wird. Ist es in diesem Land besser? Stuttgart 21 zeigte, Schulkinder wurden mit Pfefferspray und Wasserwerfern begrüßt. Ja das ist Deutschland wo Geheimdienste versagen bzw. wegschauen, wenn mal wieder gemordet wird! Unsere Scheinheiligen die uns regieren, aber doch nur schaden dem deutschen Volk zufügen…. Was war das gleich nochmal…? Hochverrat?

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