Archiv für das Tag 'bedingungsloses Grundeinkommen'

Tach auch,

es ist ein Spiegelbild der Gesellschaft, wenn Arbeitslose verschweigen, dass sie arbeitslos sind. Besonders schlimm ist es, wenn sie einmal zu den Besserverdienenden gehörten.

Letzte Woche lief darüber eine Reportage im TV. Wie sehr die Menschen sich lediglich anhand ihres Jobs dabei selber in der Gesellschaft einstufen, wird hier verdeutlich. Würde es ein bedingungsloses Grundeinkommen geben und würde sich eine Kultur dabei herausbilden, wonach sich die Menschen unabhängig von ihrem Beruf oder Job reflektieren, bräuchte es keine lügenden Arbeitslosen, die ihr Selbstwertgefühl in der Zeit der Lüge verloren haben.

Zum Video:

Klücks und der Film wird auf einer Extraseite gezeigt

Schönen Tach noch…

admin

Pragmatismus bei Hartz IV

Tach auch,

es ist ja herrlich anschauen, wenn es bei Bundestagsdebatten um Hartz IV geht. Gestern die Kanzlerin, heute die Laier von von der Leyen, dazu aus dem hessischen Hintergrund die einfach nicht herunterspülbaren fäkalen Hartz IV-Ergüsse eines Roland Koch!

Pragmatisch will Frau “viel der Lügen” jetzt die JobCenter-Reform angehen. Eine Grundgesetzänderung soll deswegen nicht stattfinden. Ein Schelm der böses dabei denkt, denn auch bei diesem Reformversuch bleibt das Ansinnen des erbärmlichen FDP-Bürgergeldes im Hinterkopf. Dafür braucht man schließlich keine Grundgesetzänderung!

Während CDU-Chefin Merkel, deren Art des Sprechens sich immer mehr ihrem politischen Ziehvater Kohl angleicht, gestern davon spricht, dass alle Bürger in Freiheit selbstbestimmt ihr Leben ohne großes einwirken des Staates gestalten sollten, klammert sie, ohne es zu sagen, mit ihren Sprüchen zu Hartz IV die Betroffenen schon mal davon aus, ihr Leben selbstbestimmt gestalten zu können.

Von der Leyer erquickt sich in der Zensur, dass die Menschen in Hartz IV arbeiten wollen, dies nur nicht können, was ihrer limitierten Meinung nach nur daran liegt, weil junge Menschen keine Ausbildung haben oder ohne einen Krippenplatz sich um die Kinder kümmern müssen! Die arbeitslosen Fachleute klammert sie allerdings fein säuberlich aus, denn dann müsste sie entsprechende Weiterbildungsmöglichkeiten schaffen, damit diese am Ball bleiben und entsprechend nachgefragt werden können. Lieber lässt man die Wirtschaftsbosse über ihre Verbände nach günstigeren ausländischen Fachkräften weiterrufen! Unter dessen tritt die FDP an, festzustellen, dass bei der Bundesagentur für Arbeit noch erhebliches Effizienzpotenzial vorhanden ist, ausgerechnet auch bei den Maßnahmen zur Wiedereingliederung in Arbeit, wovon etliches gestrichen werden könne.

Die Arbeitslosen-Nanny der Nation will die ARGE-Reform nun pragmatisch angehen und in den nächsten Tagen soll ein erlösender Gesetzentwurf auf den Tisch kommen. Über Pragmatismus ist bei Wikipedia zu lesen, dass es sich umgangssprachlich um ein Verhalten oder Handlungen dreht, die sich nach den bekannten Gegebenheiten richten und auf eine theoretische Analyse und genaue Begründung der Wirkungen verzichtet. Dabei sei angemerkt, dass sich in Koalitionskreisen sowohl Befürworter des von der Leyenschen Pragmatismus befinden, als auch Befürworter des Modells mit Grundgesetzänderung. Auf die Idee, alles wieder in Hände der Bundesagentur für Arbeit zu legen, kommt scheinbar keiner von denen, denn Pragmatismus, so Wikipedia, ist nicht an unveränderliche Prinzipien gebunden.

Grundsätzlicher Tenor der neoliberalen Hornissenregierung bleibt: möglichst wenig Staat für freie Bürger, aber bitte nicht für ALG II-Bezieher! Dafür schwappen dann die fäkalen Hartz IV-Ergüsse des CDU-Weiland Roland zu Hessen über die Grenzen seines Bundeslandes, die presse- und wahlwirksam von Merkel und von der Leyen zurückgewiesen werden, als würde man böser Cop, lieber Cop spielen! Ist dies noch nicht genug, wird noch eine Erhöhung des Schonvermögens auf 750 Euro pro Lebensjahr hervorgehoben, bei dem schon jetzt feststeht, dass es womöglich nur 0,2 Prozent der Alg II-Bezieher betrifft.

Was bitte ist so schwer daran, sich einerseits einzugestehen, dass in diesem modernen Arbeitsmarkt keine Vollbeschäftigung herzustellen ist und man mehr Vertrauen in die Arbeitslosen setzt, in dem man sie bedingungslos mit sowohl viel Geld ausstattet, dass sie selber Ideen entwickeln können, wie sie ihre Arbeitskraft in die Gesellschaft einbringen und das sogar vermutlich dann mit mehr Lust, Engagement und Eigeninitiative, als mit einem gängelnd und schikanös bleibenden Hartz IV. denn, ob mit oder ohne reförmchen von Hartz IV bleibt den Betroffenen kein Geld für Eigeninitiative, die nicht nur eine Selbständigkeit bedeuten kann.

Es ist im Grunde das fehlende Vertrauen, dass man nicht bereit ist, den arbeitslosen Bürgern zu zugestehen, welches auch die Politiker untereinander nicht haben! Lieber setzt man Arbeitsanreize und schönt mit EinEuroJob-Maßnahmen die Statistik, statt die Arbeitslosenquote durch ein bedingungsloses Grundeinkommen wegen ein paar Faulenzern auf unter 3 Prozent zu drücken.

Die ganze verkommene Politik dieser Hornissenregierung wird deutlich, betrachtet man die Klientel-Machenschaften, samt Parteisponsoring auf der einen und das Verlangen des Grürtel engerschnallens bei Menschen, die sowieso schon ihren Gürtel bis zum Loch geschnallt haben, auf der anderen Seite. Man könnte es auch als bürgerferne Politik bezeichnen!

Schönen Tach noch…