Archiv für das Tag 'dumpinglohn'

Tach auch,

ja, richtig! Ursula von der Leyen muss es wissen, wenn seit dem 1. Mai 2011 die Schranken für EU-Arbeitnehmer gefallen sind, kommen die besser gebildeten Arbeitnehmer in unser Land, die auch noch bereit sind, unser Land weiter voran zu bringen, zu dem wir selber, laut der Bundesarbeitsministerin nicht in der Lage sind!

Glauben se nicht? Doch, doch, sehen se selbst:

Toll, wie eine Bundesarbeitsministerin zur arbeitenden Bevölkerung steht, vor allem zu denen, die händeringend nach Arbeit suchen!

Was diese Zensursula viel der Lügen da vom Stapel lässt, grenzt schon ein wenig an Vaterlandsverrat!

Schönen Tach noch…

admin

Das Lohnabstandsgebot!

Tach auch,

was ist mit Lohnabstandsgebot gemeint und wie legen es sich Lobbyisten und Politiker zurecht, um damit eine möglichst niedrige soziale Absicherung im Fall der Arbeitslosigkeit zu rechtfertigen?

Bei Wikipedia findet man zum Lohnabstandsgebot folgendes:

Mit dem Lohnabstandsgebot bezeichnet man die Forderung, dass Einkommen, die als Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld gewährt werden, deutlich unter den Einkommen liegen sollen, die in den unteren Lohngruppen am Arbeitsmarkt erzielt werden können.

Bei der Bestimmung des Abstands wird in Deutschland von einer Alleinernährerfamilie mit drei Kindern ausgegangen. In § 28 Abs. 4 SGB XII heißt es hierzu:

“Die Regelsatzbemessung gewährleistet, dass bei Haushaltsgemeinschaften von Ehepaaren mit drei Kindern die Regelsätze zusammen mit Durchschnittsbeträgen der Leistungen nach den §§ 29 und 31 [d.i. für Kosten von Unterkunft und Heizung sowie für einmalige Bedarfe] und unter Berücksichtigung eines durchschnittlich abzusetzenden Betrages nach § 82 Abs. 3 unter den erzielten monatlichen durchschnittlichen Nettoarbeitsentgelten unterer Lohn- und Gehaltsgruppen einschließlich anteiliger einmaliger Zahlungen zuzüglich Kindergeld und Wohngeld in einer entsprechenden Haushaltsgemeinschaft mit einer alleinverdienenden vollzeitbeschäftigten Person bleiben.”

Dieser Abstand wird als notwendig erachtet, damit es sich für Sozialhilfeempfänger überhaupt lohnt, eine Arbeit aufzunehmen. Die Sozialhilfe wirkt nämlich wie ein Mindestlohn: Kann durch Arbeit nur ein Einkommen erzielt werden, das unter der Sozialhilfe liegt, so wäre es nur rational, würden solche Personen lieber Sozialhilfe beziehen statt zu arbeiten.

Das Lohnabstandsgebot wird in Deutschland durch eine Deckelung des Grundsicherungsbetrages (ALG II) eingehalten. Alternativ könnte das Gebot durch einen gesetzlichen Mindestlohn über der Armutsgrenze erfüllt werden.[...]

Erinnern wir uns: Bis zur Einführung des Euro im Jahre 2002 brachte der normale Durchschnittsarbeitnehmer soviel Lohn nach Hause, dass er Problemlos eine vierköpfige Familie ernähren konnte. Es war sogar möglich, für Urlaub, ein Haus oder Rücklagen zu sparen! Kinder eines Facharbeiters mit dreijähriger Ausbildung hatten die Möglichkeit, problemlos die Hochschulreife zu erlangen.

Heute sieht dies anders, denn unter dem Deckmantel der Globalisierung hatte man mit der Einführung der Hartz-Gesetze begonnen, den Arbeitsmarkt so umzukrempeln, dass der Niedriglohnsektor in einem Maß ausgebaut wurde, wie man ihn heute vorfindet. Spätestestens mit der Einführung von Hartz IV wurde das Lohnabstandsgebot aufgrund des politischen Willens aufgelöst.

Jahrzehntelang sprach man in Deutschland davon, dass die Arbeit zu Teuer wäre. Vergessen hat man dabei, dass Deutschland eines der Länder auf der Welt war, das neben den skandinavischen Ländern die beste soziale Absicherung geboten hatte.

Deutsche Produkte wurden und werden deswegen auf dem Weltmarkt gut nachgefragt, weil sie durch ihre Qualität bestechen. In Billiglohnländern, wie China oder Indien wird diese Qualität häufig nicht so erreicht. Produkte aus diesen Ländern werden dann bevorzugt nachgefragt, wenn auf Qualität nicht so wert gelegt wird oder es sich um Billigmassenware handelt. Auch sind diese Länder oftmals nicht so innovativ. Besonders China tritt dadurch hervor, dass sie oft Produkte kopieren, die kaum die Qualitätsstandarts erreichen.

Unter dem Druck, dass in diesen Ländern trotzdem ein wirtschaftlicher Angleich an den Westen stattfindet will sich die deutsche Wirtschaft auch auf diesen Märkten etablieren.

Globaliserung hat zu allen Zeiten Stattgefunden. Staaten haben schon immer untereinander Handel betrieben. Durch den technischen Fortschritt sind allerdings viele Wege kürzer geworden, wodurch man ausländische Märkte schneller erreicht. Durch aufgehobene Handelbeschränkungen in vielen Ländern ist es leichter geworden, Produkte und Erzeugnisse im Ausland zu vermarkten.

Was hat dies jedoch mit dem Lohnabstandsgebot zu tun? Die deutsche Wirtschaft hat enormen Einfluss auf die Politik. Das jahrzehntelange Geschrei darum, dass die deutsche Arbeit zu teuer sei hat ihre Früchte getragen: immer mehr Unternehmen und Konzerne wollten ausländische Märkte erobern. Durch den Wandel und fallende Beschränkungen konnten deutsche Firmen immer mehr Produktionstätten in Ausland verlangern oder drohten zumindest damit, obwohl nicht gesichert war, dass dort gleiche Qualität abgeliefert werden würde. So manches Unternehmen hat in der Zwischenzeit seine ausländischen Produktionsstätten deswegen wieder geschlossen.

Doch der Druck der Wirtschaft lies und lässt nicht nach, seine qualitativ hochwertigen Produkte weiterhin möglichst günstig im Ausland anbieten zu können. Vielerorts drängten auch qualitativ minderwertigere ausländische Produkte und Massenware auf den deutschen Markt. Dem konnten viele deutsche Unternehmen nicht standhalten. Bis auf teure Designerprodukte gibt keine Textilindustrie mehr in Deutschland. Elektronik wird in Deutschland kaum noch hergestellt und dies zieht sich durch so manche Branche.

Trotz einer enormen Produktivitätssteigerung und einem stetig steigenden Bruttoinlandsprodukt war es der politische Wille, der sich dem Druck der Wirtschaft beugte, dass man Länder, wie China oder Indien als Konkorenten sieht. In diesen Ländern gibt es so gut wie keine soziale Absicherung und die Armut ist immer noch besonders hoch, weil dort die Löhne oftmals nicht mit deren wirtschaftlicher Entwicklung steigen.

Ein nicht unerheblicher Faktor ist auch der technische Fortschritt. Durch ihn wird immer weniger menschenhände Arbeit benötigt. Stellen werden weiterhin stetig in den Betrieben abgebaut. Neue Arbeitsplätze haben nicht die gleiche Lohnqualität! Neueingestellte Menschen werden zu häufig für gleiche Arbeit niedriger entlohnt.

In Deutschland wurde das Lohnabstandsgebot besonders von Seiten der Wirtschaft immer mehr aufgelöst. Durch die Politik geschaffene Rahmenbedingungen nutzt unsere heimische Wirtschaft dadurch aus, dass sie immer niedrigere Löhne zahlt und jedes Schlupfloch ausnutzt, um Arbeit noch billiger zumachen. Konjunkturelle Schwächephasen wurden im vergangenen Jahrzehnt konsequent dazu ausgenutzt, dass die Arbeitnehmer auf Lohn und Errungenschaften wie Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld verzichten und unbezahlt Überstunden machen. In konjunkturellen Hochphasen wurde Löhne nicht mehr so angeglichen. die Wirtschaft argumentierte, man solle den Aufschwung nicht kaputt machen.

Mit den Änderungen zur Leih- und Zeitarbeit im Jahr 2003 und 2005 mit der Einführung von Hartz IV hat die Politik ihre Antwort auf den Druck aus der Wirtschaft gefunden. Menschen sollten dazu angehalten werden, Arbeit zu immer niedrigerem Lohn annehmen zu müssen. Langjährig Beschäftigte, die heute dauerhaft in Hartz IV stecken, meist die 35- bis 55jährigen, können sich bis heute nicht damit abfinden, zu den teils unwürdig niedrigen Löhnen zu arbeiten. Sie weigern sich zu recht oder sehen in einer Arbeitsaufnahme lediglich, nicht zu Hause sitzen zu müssen!

Mit jeder Annahme eines Jobs, der zu niedrig entlohnt wird, untergraben sie das Lohnabstandsgebot! Viele Firmen und Konzerne haben Stammbelegschaften reduziert, um wesentlich niedriger entlohnte Arbeiter zu ersetzen, die durch die Leih- und Zeitarbeitsfirmen rekrutiert werden. Festangestellte werden zunehmend unter Druck gesetzt, nicht nur mehr Arbeit zu leisten oder unentgeldliche Überstunden zu leisten, sondern ständig bei Lohnanpassungen zurückzustehen. Über die letzten 10 Jahre hat es in Deutschland einen Reallohnverlust gegeben, wie in der deutschen Nachkriegsgeschichte nie dagewesen ist. Gleichzeitig hat es Proviteure gegeben, die immer mehr Reichtum anhäufen konnten. Mit Gewinnen aus der Produktion haben Aktionäre, Manager und Konzernbosse mehr Geld erwirtschaftet, dass sie über Spekulationsgeschäfte anhäuften. Dies ist möglich geworden, weil man in Deutschland mit internationalen Finanzmärkten, wie London oder der New Yorker Wallstreet mithalten wollte. Die Politik eröffnete dazu die Möglichkeiten, in dem sie auch hier Rahmenbedingungen schaffte, die die Spekulation befeuerte!

Noch vor anderthalb Jahrzehnten hätte sich niemand vorstellen können, dass es in Deutschland einen Niedriglohnsektor gibt, in dem Löhne, wie in Drittweltländern gezahlt werden. Viele Unternehmen richten teils ihren Profit darauf aus, dass der Staat den kärglichen Lohn aufstockt. Wie sich die Beschäftigten dabei fühlen, die damit kaum mehr verdienen, als die sowieso zu niedrige staatliche Grundsicherung, hinterfragt kaum jemand!

Wenn heute die Beschäftigten für höhere und nur scheinbar überzogene Lohnforderungen auf die Straße gehen, ist dies nur gerechtfertigt, um dazu beizutragen, dass das längst nicht mehr vorhandene Lohnabstandsgebot wieder hergestellen wird.

Die Wirtschaft wird mordio schreien, denn sie sieht ihre Gewinne in Gefahr, um weiterhin mit zu großen Teilen der Gewinne Spekulation zu betreiben! An ein gesundes Lohnabstandsgebot denken sie längst nicht mehr! Die Wirtschaftsvertreter werden erst ein Einsehen haben, wenn zunehmend Menschen mit der Umverteilung, wie sie weiterhin stattfindet, nicht mehr einverstanden sind. So lange sie im stillen Kämmerlein hocken bleiben, wird sich nichts ändern, auch nicht am nicht mehr vorhandenen Lohnabstandsgebot!

Schönen Tach noch…

Tach auch,

erinnert werden muss an ein Urteil des Sozialgerichts Dortmund, dass eine Santkion nicht zuließ. Eine Betroffene weigerte sich erfolgreich, einen Job zu einem sittenwidrigen Lohn anzunehmen.

Gerade erst äusserte sich der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitsgeberverbände, Dieter Hundt dahingehend, dass Arbeitnehmer wegen der Krise sich mit weniger Lohn zufrieden geben müssten. Besorgt äusserte er sich zudem, dass die Tarifautonomie gefährdet sei.

Was soll der Arbeitgeberpräsident auch anderes erzählen, wollen die Arbeitgeber weiterhin ihre Pfründe in annähernd gleicher Höhe geschützt wissen. Was sie aufgrund der Krise weniger an Überschüssen erwirtschaften, dafür sollen nun die sowieso gebeutelteten Arbeitnehmer noch mehr bluten.

Pünktlich zu jedem vergangenen Konjunkturabschwung, die man bei weitem bisher nie als Krise bezeichnen konnte, verzichteten die Arbeitnehmer immer mehr auf erkämpfte Leistungen. Schon seit über 10 Jahren erzählt man den Arbeitern und Angestellten, sie müssten auf Lohn und Lohnzusatzleistungen verzichten, während auch in Konjunkturabschwüngen Manager, Aktionäre und Unternehmenseigner ihre Taschen oftmals vollstopften und nie auf etwas verzichten mussten.

Mit den Hartz IV-Gesetzen wurde die Tarifautonomie schon sehr geschwächt. Zeit- und Leiharbeit wird bis zur Unerträglichkeit ausgenutzt und immer mehr Menschen können von ihrer Arbeit nicht mehr leben.

Langjährige Mitarbeiter endledigt man sich durch Mobbing oder man konstruiert Fälle von Misstrauensverdächtigungen, um hohe Abfindungen zu vermeiden. Jüngere Leute werden zu weit niedrigeren Löhnen dann eingestellt und Arbeitgeber nutzen die Möglichkeiten des Lohnaufstockens selbstverständlich aus, die ihnen die Hartz IV-Gesetze ermöglichen, um so sich weiterhin zu bereichern. Dabei entziehen sie sich immer mehr ihrer sozialen Verantwortung gegenüber ihren Beschäftigten.

Arbeitgeberpräsident Hundt deckt diese Machenschaften mit dem Mantel der Krise einfach zu und schürt so die weiter steigenden Ängste der Beschäftigten. Vermutlich werden dann irgendwelche Wirtschaftsinstitute noch Gutachten aus ihren Taschen ziehen, die ähnliches verbreiten und schon wird es weitere Schritte des Leistungsabbaus geben und Entlohnung immer ungerechter.

Das Urteil des Dormunder Sozialgerichts hält dabei schützend die Hand über die von Hartz IV betroffenen Arbeitssuchenden. Jammernde Arbeitgeber, sie würden keine guten Leute finden, rücken dabei dann ins rechte Licht, wenn man ihre Jammerei mit dem Hintergrund betrachtet, welche Arbeit denn zu welchem Lohn angeboten wird.

Schließlich sollte niemand für einen sittenwidrigen Lohn arbeiten müssen, gerade wenn die Arbeit vorher besser bezahlt wurde und es nur darum geht, dass sich Bosse und Manager ihre dritte oder vierte Yacht zulegen wollen.

Sicherlich, gerade in kleineren und mittelständischen Betrieben zeigen Chefs eher noch die soziale Verantwortung, die in großen Unternehmen mittlerweile fehlt und verzichten selbst schon mal, um sich der Krise entgegenzustemmen.

Doch in Großunternehmen wird alles daran gesetzt, unter dem Deckmantel der Globalisierung und Wettbewerbsfähigkeit die Umverteilungsmaschinerie von arm zu reich auch in Krisenzeiten aufrechtzuerhalten. Schnell wurde da mal eben mit der Auslagerung von Arbeitsplätzen ins günstigere Ausland gedroht, was ssich oftmals dann noch als falsch erwiesen hat, weil dann die Qualität litt oder andere unbedachte Faktoren zum tragen kamen. Da muss auch mal an ein solches Urteil erinnert werden, weil es längst nicht mehr nur darum geht, Arbeit um jeden Preis anzunehmen. Schließlich hat auch die Qualittät der Ausbildungen in Deutschalnd ihren Preis, der auf ausländischen Märkten dann gerne in Kauf genommen wird, wenn Wert auf Qualitätsprodukte und Deutsches Know-How gelegt wird, was die Zweit- oder Drittyachten der Bosse und Bonzen beweisen.

Und die Gewerkschaften? Hier mal eine Pressemitteilung, dort mal ein wenig Kritik, aber wirklich helfen tun sie aufgrund ihrer geschwächten Position schon längst nicht mehr!

Schönen Tach noch…

Und nicht vergessen: Hier die Arbeit der Regierungsparteien bewerten!