Archiv für das Tag 'Lüge'

Tach auch,

es ist ein Spiegelbild der Gesellschaft, wenn Arbeitslose verschweigen, dass sie arbeitslos sind. Besonders schlimm ist es, wenn sie einmal zu den Besserverdienenden gehörten.

Letzte Woche lief darüber eine Reportage im TV. Wie sehr die Menschen sich lediglich anhand ihres Jobs dabei selber in der Gesellschaft einstufen, wird hier verdeutlich. Würde es ein bedingungsloses Grundeinkommen geben und würde sich eine Kultur dabei herausbilden, wonach sich die Menschen unabhängig von ihrem Beruf oder Job reflektieren, bräuchte es keine lügenden Arbeitslosen, die ihr Selbstwertgefühl in der Zeit der Lüge verloren haben.

Zum Video:

Klücks und der Film wird auf einer Extraseite gezeigt

Schönen Tach noch…

admin

Gelogene Vermittlungszahlen

Tach auch,

jüngst propagierte die Bild-Zeitung die Vermittlung von Arbeitslosen der Bundesagentur für Arbeit (BA) in 1 Million Jobs! Reprort Mainz deckt auf, dass dies gelogen ist.

Schönen Tach noch…

admin

Der verlogene Jobaufschwung

Tach auch,

zu meinen Dauermagenproblemen bekomme ich noch zusätzliche Schmerzen, wenn Monat für Monat die verlogenen Arbeitslosenzahlen veröffentlicht werden und gleich von dem großen Jobaufschwung die Rede ist!

Die Mainstreampresse überschlägt sich mal wieder: “Krise? Doch nicht im Wonnemonat!! (Süddeutsche), “Zahl der Arbeitslosen sinkt deutlich” (Zeit-online), “Arbeitslosigkeit sinkt weiter, Frühjahrsbelebung hält an” (FAZ), “Jobmarkt profitiert überraschend stark von Konjunkturschub” (Spiegel online), “Deutlich weniger Bürger ohne Job” (Frankfurter Rundschau) usw.!

Wer hinterfragt schon, wieviele Arbeitslose in Maßnahmen geparkt sind? Das kann der Xte Bewerbungskurs sein oder eine andere sinnlose, als Fortbildungskurs getarnte Maßnahme sein, vielleicht auch der EinEuroJob, der ordentliche Arbeitsplätze vernichtet! Wer richtig hinschaut, sieht, dass die Qualität immer mehr sinkt und es nur noch danach geht, wie am günstigsten die Arbeitslosen geparkt werden können. Während dessen bekommt man immer wieder etwas von Fachkräftemangel zu hören, während am deutschen Arbeitslosen kein Interesse besteht, wenn er gut qualifiziert und damit zu teuer ist!

Und wer fragt schon, ob in dem neuen sozialversicherungspflichtigen Job genauso viel verdient wird, wie in dem Job vor der Arbeitslosigkeit? Die Konzerne und Firmen haben die Krise bisher doch gut genutzt, um weiterhin Arbeitsplätze abzubauen. Es ist doch so einfach geworden, mal eben für ein paar Produktionsspitzen schnell ein paar Hilfsarbeiter einzustellen. Die sind viel günstiger!

Seien wir ehrlich: Gutbezahlte Jobs, die kaum in den letzten Jahren einem Reallohnverlust unterworfen waren, werden weiterhin über Ruhestand oder Abfindung abgebaut und kommen in der Qualität nicht wieder. Die paar Arbeitslosen, die im neuen Job mehr verdienen, als vor der Arbeitslosigkeit findet man doch kaum noch!

Diejenigen, die arbeiten wollen, können doch froh sein, wenn es Arbeitslose gibt, die sich dieser Lohndrückerei nicht fügen wollen und sich klare Mindestverdienstgrenzen setzen, um wieder die Finger krumm zu machen.

Viele nehmen fast jeden Job an, aus lauter Angst vor Hartz IV. Welche Lohndrückerei sie damit an den Kollegen begehen, ist ihnen dabei kaum bewusst. Wie heißt es so schön, in der Not frisst der Teufel fliegen oder jeder ist sich selbst der nächste, bis auf die arbeitslosen Kollegen, die die Lohndrückerei nicht unterstützen. Da passt es gut ins Bild, wenn die verängstigten Alg I-Bezieher lieber krankfeiern, denn im Alg I-Bezug gibt es noch Krankengeld und das Arbeitslosengeld wird ausgesetzt. Den Luxus hat man ja mit Alg II abgeschafft!

Schließlich heißt sozialversicherungspflichtig noch lange nicht, dass Lohnsteuer fällig wird. Ergo Arbeiten gar nicht mehr so viele für die von Hartz IV Betroffenen, weil Hartz IV ja aus den Steuereinnahmen finanziert wird. Immerhin arbeiten die Sozialversicherungspflichtigen für die Kollegen, die im Alg I-Bezug stecken.

Während im Alg I-Bezug die Fluktuation in und aus den Jobs hoch ist, wechseln ständig im Hartz IV-Bezug, also Alg II, die Arbeitslosen von der dauerhaften Jobsuche ohne Chance auf Arbeit in irgendwelche Sinnlosmaßnahmen. Schön das damit kaschiert wird, dass es Dauerarbeitslosigkeit in dem Sinne gar nicht wirklich gibt!

Hinterfragen muss man auch, warum ständig die Kosten der Arbeitslosigkeit, insbesondere bei Hartz IV steigen, obwohl es jetzt wieder Monat für Monat Jobaufschwünge hagelt! Glaubt die Mainstreamjournalie wirklich selbst den Schwachfug, den sie per Überschrift schon sugeriert oder sitzen in den Redaktionen nur noch Praktikanten, die solchen Murks verzapfen?

Schönen Tach noch…