Archiv für das Tag 'Mindestlohn'

Tach auch,

ja, richtig! Ursula von der Leyen muss es wissen, wenn seit dem 1. Mai 2011 die Schranken für EU-Arbeitnehmer gefallen sind, kommen die besser gebildeten Arbeitnehmer in unser Land, die auch noch bereit sind, unser Land weiter voran zu bringen, zu dem wir selber, laut der Bundesarbeitsministerin nicht in der Lage sind!

Glauben se nicht? Doch, doch, sehen se selbst:

Toll, wie eine Bundesarbeitsministerin zur arbeitenden Bevölkerung steht, vor allem zu denen, die händeringend nach Arbeit suchen!

Was diese Zensursula viel der Lügen da vom Stapel lässt, grenzt schon ein wenig an Vaterlandsverrat!

Schönen Tach noch…

Tach auch,

die Leih- und Zeitarbeitsbranche ist das Auffanglager für arbeitslose Jobsuchende, wenn ihnen zu Hause die Decke auf den Kopf fällt. Sie ist die Branche, in der mit die meisten jobs der letzten Jahre entstanden sind. Und es gibt zu viele schwarze Schafe in der Branche, die sogar unterhalb des gesetzlichen Mindestlohnes zahlen.

In einer Pressemitteilung des Hauptzollamtes Schweinfurt teilt die Behörde mit, das bei einer Überprüfung 40 Prozent der geprüften Zeit- und Leiharbeitsfirmen Löhne unterhalb des gesetzlich festgeschriebenes Mindestlohnes gezahlt wurden. Die Überprüfung fand im Oberfränkischen und Südthüringischen statt.

Firmen in der Leih- und Zeitarbeit sind dazu verpflichtet in den Branchen Mindestlöhne zu zahlen, in denen ein Mindestlohn durch das Arbeitnehmerentsendegesetz (AEntG) bereits festgeschrieben ist. Einen Mindestlohn nur für die Leih- und Zeitarbeitsbranche gibt es nicht, weil sich sowohl die letzte Bundesregierung, als auch die aktuelle Regierung nicht festlegen konnten.

Neben dem Bundesverband Zeitarbeit (BZA) und der Schwesterorganisation Interessenverband deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V. klüngelte neben dem DGB auch eine dieser dubiosen christlichen Gewerkschaften mit. Scheinbar ist der Einfluss der Branche mittlerweile so groß, dass ein Mindestlohn für die Branche bisher erfolgreich verhindert werden konnte.

Bei den Überprüfungen durch das Hauptzollamt Schweinfurt wurde bei zwei der geprüften Unternehmen unmittelbar ein Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Arbeitnehmerentsendegesetz eingeleitet werden. Bei dei weiteren Zeitarbeitsfirmen verwarnten die Zöllner im Zuge der Prüfung der Geschäftsunterlagen die Firmen. In vier weiteren Zeitarbeitsunternehmen stehen noch Anschlussprüfungen bei den jeweiligen Entleihbetrieben aus. Die Prüfungen hierzu werden noch weit bis ins nächste Jahr hinein reichen, teilten die Zöllner mit.

Immer wieder tun sich die beiden Interessenverbände BZA und IBZ dadurch hervor, dass sie ein seröses Arbeiten in der Zeit- und Leiharbeitsbranche hervortun. Beklagt wird von den beiden Branchen zwar, dass es durchaus schwarze Schafe gibt, doch dass es tatsächlich, wie bei der Überprüfung 40 Prozent schwarze Schafe sind, wird durch das Auftreten von BZA und IBZ tunlichst vertuscht.

Man kann davon ausgehen, dass ein von Hartz IV Betroffener, der aufgefordert wird, in der Zeitarbeit einen Job anzutreten, dann gute Karten haben sollte, den Job abzulehnen, wenn er feststellt, dass unter einem gesetzlichen Mindestlohn seine Arbeitskraft entlohnt werden soll.

Neben Hartz IV ist die Leih- und Zeitarbeitsbranche das Druckmittel für regulär Beschäftigte und trägt so erheblich zum Reallohnverlust der letzten Jahre bei. Viele Konzerne haben eigene Zeitarbeitsfirmen gegründet, in die sie große Teile ihrer Belegschaften auslagerten, um Tarifverträge zu umgehen, womit die Tarifautonomie weiter ausgehöhlt wird. Leih- und Zeitarbeiter waren zu Beginn der aktuellen Krise die ersten, die wieder arbeitslos geworden sind.

Pressemitteilung des Hauptzollamtes Schweinfurt

Schönen Tach noch…

admin

Mindestlohn muss her!

Tach auch,

gerade dann, wenn die Exportwirtschaft krankt, wie in der derzietigen Krise, sollte eine Binnenwirtschaft zumindest einen Teil auffangen können. Werden allerdings Löhne gezahlt, von denen nicht mal mehr ein Single seinen lebensunterhalt bestreiten kann, dann kann auch die Binnenwirtschaft nichts auffangen!

Die FDP, allen voran Bundeswirtschaftsminister Brüderle (FDP), blockiert den Mindestlohn der Müllwerker. Schon vor der Bundestagswahl hatten sich die Tarifparteien auf einen Mindestlohn geeinigt. Vor der Wahl versprach Bundekanzlerin Merkel, dieser Einigung zuzustimmen und ins Entsendegesetz aufnehmen zu lassen. Die Blockade des Koalitionspartners steht dem nun im Weg!

Mit der FDP wird es auch keinen flächendeckenden Mindestlohn geben. Sie beruft sich dabei auf die Tarifautonomie. Doch die ist zumindest auf Seiten der Gewerkschaften geschwächt. Entweder können die großen Gewerkschaften die Lohnforderungen nicht so durchsetzen oder es werden schnell neue Gewerkschaften gegründet, die eher von den Arbeitgebern gesponsert, wohl die Unternehmerseite vertreten, statt die Arbeitnehmerseite.

In der Krise zeigt sich, wie fehlerhaft es ist, wenn man nur auf eine florierende Exportwirtschaft schaut, statt auch den Binnenmarkt mehr zu fördern. Doch ein Konjunkturaufschwung am Binnenmarkt kann nur funktionieren, wenn die Löhne entsprechend hoch sind, dass man überhaupt konsumieren kann.

So schreibt das Hans-Böckler-Institut:

Auf die deutschen Exporte haben sich die unterdurchschnittlichen Lohnzuwächse vorteilhaft ausgewirkt. Gesamtwirtschaftlich haben sie das Wachstum aber eher gebremst: Länder mit vergleichbaren Arbeitskostenniveaus, aber höheren Zuwachsraten sind im vergangenen Jahrzehnt weitaus stärker gewachsen als Deutschland. Das zeigt ein Vergleich mit den Wirtschaftsdaten Frankreichs, Großbritanniens, der Niederlande, Finnlands und Österreichs.

Trotz der niedrigen Lohnzuwächse verzeichnet die Bundesrepublik auch die vergleichsweise schlechteste Entwicklung bei der Beschäftigung. Der Grund: Die schwache Entwicklung der Einkommen hemmt die Binnennachfrage – und die trägt in einer großen Wirtschaft wie der deutschen nach wie vor deutlich mehr zu Wachstum und Beschäftigung bei als der Export.
Selbst unter den deutschen Unternehmen profitiert nur ein Teil vom geringen Anstieg der Löhne Einzelne exportorientierte Branchen konnten in den vergangenen Jahren zwar Rekordgewinne und hohe Renditen erzielen. Gleichzeitig belastete die schwache Binnennachfrage aber die Gewinne jener Unternehmen, die, wie zum Beispiel der Handel, auf den Inlandsabsatz angewiesen sind (Anm.: das sind 80% der Arbeitsplätze) . Das lässt sich an der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der Bruttogewinne ablesen: In allen anderen betrachteten Ländern entwickelten sie sich zwischen 1999 und 2008 stärker als in Deutschland.

Mehr dazu ->hier!

Fazit gesamtwirtschaftlich wirkt sich die Exportweltmeisterschaft eher nachteilig aus.

Schlimmer noch, mit einer ominösen Umfrage wird schon wieder um Lohnverzicht geworben! Bei einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) antworteten 56 Prozent der befragten Arbeitnehmer, dass sie in den nächsten beiden Jahren bei den Lohnverhandlungen mit einer Nullrunde einverstanden wären. Von den Arbeitnehmern würde jeder Zweite freiwillig auf Sonderzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld verzichten, um seinen Teil zum Aufschwung beizutragen.

Hatten wir das nicht schon vor Jahren? Hatte Exkanzler GAZ-Gerd Schröder nicht schon darum geworden? Hatten damals nicht schon viele auf Lohnerhöhungen, Weihnachts- und Urlaubsgeld verzichtet? Sind die Arbeitnehmer seit dem nicht genug mit einem seit dem andauernden Reallohnverlust gestraft?

Der bei Welt-Online veröffentlichte Artikel zu der Studie zieht dann auch einen Rattenschwanz von über 20 Seiten voller erboster Kommentare hinter sich her, in denen Arbeitnehmer zu massenhaft ihren Unmut bekunden und sogar auf die Straße gehen würden, sollten solche forderungen von Arbeitgeberseite kommen. Denn auch die zugesicherte Arbeitsplatzsicherung, die meist mit dem Lohnverzicht ausgehandelt wurde, extierte im Grunde nicht, wenn man sich die vorgehensweisen anschaut, wie Stellen massiv in den letzten zehn Jahren abgebaut wurden.

An dieser Stelle braucht wohl nicht großartig darauf hingewiesen werden, dass Hartz iV seinen Teil zur Lohndrückerei beigetragen hat oder wer einzig davon schmarotzend provitierte, dass Deutschland Exportweltmeister war. Ein Mindestlohn könnte zumindest dafür sorgen, dass die Schieflage wieder ein wenig ins Lot kommt.

Schönen Tach noch…